KNOX - die Echten: Räucherkerzl aus`m Arzgebirg

Räucherkerzen von KNOX sind nicht nur in der Weihnachtszeit der Renner. Holen Sie sich den einmaligen Duft nach Hause. Bestellen Sie Ihre Lieblingsräucherkerzen bequem in unserem Shop.

Sie möchten uns in Mohorn-Grund besuchen? Gern. In unserem Museum können Sie sich rund um KNOX und die Räucherkerzen-Erlebniswelt informieren. Außerdem haben Sie die Gelegenheit, alle Räucherkerzen von KNOX sowie passende Räuchermänner direkt in unserem kleinen Verkauf zu erwerben.

Von der Apotheke zur Räucherkerzen-Manufaktur

Vor nunmehr 135 Jahren gründete der Apotheker Hermann Zwetz die heute älteste Räuchermittelfabrik Deutschlands und wohl auch Europas.

Von dem Gedanken getrieben, Räucherkerzen nicht nur in der Apotheke, sondern in größeren Mengen industriell herzustellen, gründete er nach einigen Berufsjahren in Auma (Thüringen) und Zörbig (Sachsen Anhalt), in dem kleinem Dorf Möschlitz bei Schleiz mit einem gewissen Apotheker Vorländer ein "chemisch-technisches Labor".

Modell eines Labors um 1870 Modell eines Labors um 1870

Eine Schwarzmühle, die zu dieser Zeit nicht mehr zur Herstellung von Schwarzpulver benötigt wurde, da man zu dieser Zeit das Dynamit erfand, kam den beiden gerade Recht. So richteten sie vorerst hier eine Räucherkerzenherstellung ein und experimentierten mit Antimon-Präparaten und Räucherartikeln. Räucherkerzen, Räucherpulver, Räucherpapier u.a. mit Weihrauch oder Sandel hergestellt, wurden zu der Zeit in großen Mengen als Arzneimittel gegen Keuchhusten und Asthma eingesetzt, aber auch einfach um die Luft zu verbessern und Gerüche abzumildern, die durch die wachsende Industriealisierung stark zunahm.

Besonders im Erzgebirge wo die Bergleute dem rauhen Wetter Über- und Untertage ausgesetzt waren gab es viele Erkrankungen der Atemwege vor allem auch bei Kindern. So wird wahrscheinlich ein Vater seinem kranken Kind zur schnelleren Gesundung eine rauchende Figur geschnitzt haben den "Räuchermann".

1888 erwirbt Vorländer und Zwetz ein Grundstück nahe dem Krankenhaus in Schleiz und baut darauf ein Fabrikgebäude, was nach und nach erweitert wird. Nachdem das Krankenhaus erweitert wird, wird letztmalig das Gebäude 1920 mit einem Anbau zum Krankenhaus hin vergrössert (H. Zwetz:"... damit die vom Krankenhaus nicht zukucken können!"). Nach seinem Tod 1923 bis 1953 führt seine Tochter die Geschäfte weiter.

Nach 1945 und besonders ab 1949 war die Beschaffung der Rohstoffe aus dem Ausland ein Problem: "Sie hat das rote Zeug nicht mehr bekommen(Sandelholz)", berichtet ein Anwohner und "... dort hat es noch bis vor kurzem (1994!) nach Räucherkerzen gerochen".

Fabrikation in Mohorn-Grund um 1954 Fabrikation in Mohorn-Grund um 1954

1953 kaufte der Chemiekaufmann Erich Koch die Firma und siedelte diese in Mohorn-Grund an. Die Produktion wurde damals 8 Jahre nach Kriegsende in einer Sägemühle betrieben.

Im Freien auf dem Hof oder bei schlechtem Wetter unter einem Schauer trockneten die Kerzchen. In Beyers Gut, einem Bauerngehöft in Mohorn, wurden die Räucherkerzen dann im Wohnzimmer verpackt und für den Versand fertig gemacht.

Räucherkerzen trocknen an der Luft Räucherkerzen trocknen an der Luft

1960 konnte dann das erste "neue Fabrikgebäude", eine seit 1945 für die Enttrümmerung Dresdens gebrauchte Baracke, in Mohorn-Grund eingeweiht werden. Wer erinnert sich nicht mehr an die beschwerliche Zeit der Materialbeschaffung.

Heute wird das Unternehmen von Marion Koch geleitet und beschäftigt 8-12 Mitarbeiter. Seit 1997 sind wir in ein neues Gebäude am gleichen Standort gezogen. Hier haben wir seitdem die Möglichkeit, die Geschichte der Räucherkerzen in einem kleinem Museum zu zeigen.

Öffnungszeiten unseres Museums

01. Sep - 19. Dez
Mo - Do: 9.00 - 15.30 Uhr
Fr: 9.00 - 12.30 Uhr

1./2. Adv. Wochenende
Sa + So: 13.00 - 17.00 Uhr